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Anton fliegt das erste Mal allein

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Am ersten Sonntag im Juni war es so weit: Flugschüler Anton Haiduk absolviert seinen ersten Segelflug allein. Bereits früh am Morgen unterhielten sich die Fluglehrer Dennis und Martin, ob man Anton nicht langsam mal allein loslassen könnte, da seine gezeigten Leistungen die letzten Tage sauber und konsistent waren. Nur der starke und böige Wind war der Sache über den Tag noch im Weg, also verschoben die beiden Antons Flüge auf den Nachmittag. Der wunderte sich schon, dass er gar nicht drankommt.

Als letzter Schüler des Tages hat er dann noch eine Platzrunde und eine Startunterbrechung an der Winde mit Martin, gefolgt von einem Checkflug mit Dennis absolviert, bevor sich die beiden nickend einig waren, dass der nächste Flug solo erfolgt. Anton stimmte zu, also wurde der Fallschirm aus dem Rücksitz genommen, die Gurte verriegelt und verknotet, Haube zu und Anton sitzt allein im Flugzeug - Fluglehrer Martin mit dem Handfunkgerät in der Hand daneben.

Anton abflugbereit ohne Beifahrer

Noch ein paar letzte Worte von Martin, die Fläche wird waagerecht genommen, das Seil zieht an und los geht der Flug in den Abendhimmel. Alle schauen gebannt zu und - wie immer - die Landungen bei ersten Alleinflügen zählen zu den saubersten, die man so zu sehen bekommt. Anton, sonst eher selten um einen Spruch verlegen, ist auch spürbar konzentriert und doch etwas aufgeregt. Es folgen Flug zwei und drei, dann hat er seine ersten drei Alleinflüge absolviert und rollt auf der Bahn mit der letzten Landung des Tages aus.

Anton Haiduk (Mitte) mit seinen beiden Lehrern Dennis (links) und Martin (rechts)

Nach der Landung gab es dann die erforderliche Thermikkalibrierung und die Glückwünsche von allen Anwesenden.

Anton, wir wünschen Dir alle noch viel Erfolg in der weiteren Flugausbildung und viel Spaß beim Fliegen!

Im Wandersegelflug nach Marbug und Leer

Geschrieben von Webmaster am .

Wettbewerbe, Meisterschaften, Lehrgänge, Fluglager - faktisch alles fällt dieses Jahr den Einschränkungen infolge Corona zum Opfer. In einem Einsitzer Wandersegelflug von einem Flugplatz zum anderen zu unternehmen, fällt glücklicherweise nicht darunter. Nachdem Oliver Predelli schon 2017 eine Runde durch Deutschland gedreht hat, soll dieses Jahr zwischen Himmelfahrt und Pfingsten eine Neuauflage folgen.

Innenstadt von Marburg

Sein diesjähriger Kurs führt ihn auf eine Dreieckstour über Marbug und Leer. Aber lest selbst Olivers Bericht...

ENDLICH FLIEGEN!!!!

Geschrieben von Webmaster am .

Wir schreiben den 09. Mai 2020. In den letzten Jahrzehnten war da die Flugsaison bereits in vollem Gange und ein Tag wie heute hätte sicher von früh weg einen randvollen Platz mit einer Menge Flugwilligen bewirkt. Nicht so jedoch 2020. Ein kleines Virus bewirkt die Stillegung des Landes und dadurch waren auch wir vom LSV betroffen. Vereinsbetrieb in der bekannten Form durfte nicht stattfinden.

Bis heute. Niedersächsische Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie heißt es etwas sperrig, was uns seit 06.05. den Sport im Außenbereich wieder freigibt, wenn wir da auf 2m Abstand bleiben können. Damit ist bei uns zumindest wieder ein gewisser Betrieb möglich, wenn es uns leider auch immer noch eine Menge Entbehrungen abverlangt. Das wird natürlich gern angenommen.

Als ob es das Wetter wüßte, bauen am Vormittag auch die ersten Wölkchen im Nordwesten auf und es verspricht sich sogar ein richtig guter Steckenflugtag.

Sascha an der Libelle und herrliche Cumili im Hinterngrund

Für ein paar unserer Mitglieder ist heute auch der erste Tag, neue Spielzeuge auszuprobieren. Matthias und Tassilo bzw. Oliver und Volker haben seit dem Winter jeweils einen Ventus 3 und Marianne hat sich eine ASG-29 gegönnt.

Der neue Ventus...

Neben den neuen und modernen Faserverbundrennern ist auch die Ka8 des Vereins unterwegs und wird bewegt. Auch als Schattenspender kommt sie gegen Mittag an diesem Warmen Tag zum Einsatz. Da findet sich genug Platz drunter, um auch mit 2m Abstand Pause zu machen.

Mittagspause unter der Ka8

Nach und nach starten dann die Flugzeuge per F-Schlepp mit der Dimona oder im Eigenstart in den Himmel und die Streckenflieger berichten einhellig von hervorragenden Bedingungen. "Von Gardelegen bis Rotenburg Wümme keinen Kreis, einfach zu schön" kommentiert Marianne im Funk.

Auch die Kunstflieger haben ihren Spaß in der Box und der Swift darf sich mehrere Male austoben.

Schlepp durch die Thermik

Mit nur 7 Minuten Schleppzeit und teilweise 1000ft/min Steigen (5m/s) dank Thermik ist das Flugzeug schnell auf Höhe und die Zuschauer unten dürfen die ersten Kunstflugprogramme 2020 genießen.

Erst im Laufe des Abends kommen die meisten wieder heim und sind sowohl von den Flugzeugen, als auch vom Wetter begeistert. Marianne ist die Freude über die neue "29" wirklich über das gesamte Gesicht anzusehen. Ohne die Ohren im Weg ginge das Grinsen wohl um den gesamten Kopf ;-)

Marianne überglücklich über die Neuanschaffung

Angesichts des schönen Wetters und der fliegerischen Askese in den letzten fast sieben Monaten kosten wir den Tag wirklich bis zum Sonnenuntergang aus. Fünf Streckenflüge zwischen 130 und fast 500km werden gemeldet und der letzte Flug von Ultraleichtflugzeug "Rudi" findet auch erst gegen Abend statt...

Waschen und Einräumen zum Sonnenuntergang

Beim Blick in die andere Richtung steht die Sonne tief über dem Wald und erst jetzt merken wir, wie sehr und der Flugplatz, der Flugbetrieb und einfach das Draußensein bei so schönem Wetter gefehlt haben...

Abendstimmung nach dem ersten Flugbetriebstag 2020

Der LSV bei den Techniktagen

Geschrieben von Webmaster am .

Letzte Woche fanden am Humboldt Gymnasium und am Otto-Hahn-Gymnasium in Gifhorn die Techniktage statt. Ziel dieser Veranstaltungen war, die Schüler der neunten Klassen mit Technik in Kontakt zu bringen. Luftfahrzeugtechnik ist da natürlich auch angesprochen, also haben sich David Bente, Dennis Polej und Lasse Michelsen aus unserer Jugendgruppe mit einem Flugzeug auf den Weg begeben. In kleinen Gruppen hörten die Schüler dabei einem kurzen Vortrag samt eigens von David geschnittenem Film zu.

Der Discus vom LSV in der Aula...

Dennis beim Vortrag

So bekamen die Schüler einen kurzen Eindruck, was Segelfliegen ist, wie Luft und Aerodynamik ein Flugzeug in der Luft halten und dass man das Ganze sogar ab dem Alter von 14 Jahren selbst erlernen kann.

Interessierte am Cockpit

Fragen kamen auch eine Reihe aus der Zuhörerschaft, die dann geduldig von Dennis, Lasse oder David beantwortet wurden. Auch aus der Lehrerschaft war das Interesse ausgeprägt.

Foto vom ersten Stock

Nun sind wir mal gespannt, ob wir Interesse wecken konnten, es selbst einmal zu probieren ;-)

Winterwartung schreitet voran

Geschrieben von Webmaster am .

Es nähert sich der März, die kommende Saison ist nicht mehr weit weg. Sehnsüchtig wird sie schon von uns allen erwartet. Daß die Tage länger werden, ist zum Glück auch schon draußen zu sehen, man verbringt nicht mehr den ganzen Tag in gefühlter Dunkelheit. In der Werkstatt ist bei uns deswegen auch Hochsaison. Wir liegen gut in der Zeit, aber ein paar Sachen sind noch zu tun.

Felix beim Lackieren am Leitwerk der Ka7

Die Winde ist jetzt schon durch, die meisten Einsitzer auch. Lediglich unser "Luxusdampfer", der Arcus braucht noch etwas mehr Pflege. Nach immerhin fünf Jahren bei uns im Verein sind die Benzinschläuche planmäßig auszutauschen. Da sie innerhalb des Rumpfes vom Tank über die Spritpumpen bis zum Motor im Rumpf hinter den Flügeln gehen, kommen wir nicht umhin, uns als Flugzeuginternisten zu betätigen. Arcuspate Nico hat sich dazu eine lange WLAN Endoskopkamera gekauft und schon so manche Stunde bei eröffnetem Bauchfell (=Wartungklappe hinten am Fahrwerkskasten ;-) zugebracht.

Nico liegt unter dem Fahrwerk

Augen an den Fingern wären evolutionär eine wunderbare Sache für den segelflugzeugwartenden Menschen. War leider in den letzten 600000 Jahren kein Lastfall. Nico ist jedoch erfinderisch und so haben wir die meisten Schläuche schon drin.

Zwei Wochenenden bleiben noch für die Wartung. Dann kommt bei uns quasi jährlich der "Flugzeug-TÜV", was sich inzwischen Certificate of Airworthiness oder zu deutsch Lufttüchtigkeitszeugnis nennt. Erst danach dürfen unsere Flugzeuge wieder in ihr Element.